Systematische Theologie

Im Fach „Systematische Theologie“ werden die Themen des christlichen Glaubens und Lebens „systematisch“ durchdacht und erörtert. Das bedeutet: Sie werden in systematisch aufgebauten Argumentationszusammenhängen entfaltet. Auf diese Weise soll ein genaueres und tieferes Verstehen des christlichen Glaubens, seiner Voraussetzungen, seiner Inhalte und seiner Lebensäußerungen erreicht werden.
Die Systematische Theologie umfaßt drei Arbeitsgebiete: Die Prinzipienlehre – auch als „Prolegomena“ der Dogmatik oder als Fundamentaltheologie bezeichnet – beschäftigt sich mit den Voraussetzungen, Erkenntnisquellen und Kriterien dogmatischer Erkenntnis. Darauf baut die Dogmatik auf. Sie entwickelt die Grundeinsichten der christliche Lehre, indem sie in die zentralen Themen des christlichen Glaubensbekenntnisses und die damit verbundenen Aufgaben ihrer Interpretation einführt. Die Ethik durchdenkt die Kriterien des verantwortlichen Handelns im Horizont des christlichen Glaubens und zeigt, welche Orientierungen aus ihnen für die Entscheidungen im eigenen Lebensbereich, in der Kirche und in der Gesellschaft erwachsen.